The Mission Food 2023

The Mission Food

The Mission Food 2023

Report

Nur ein geringer Teil der Ausgaben des Staates, der Wirtschaft und der Haushalte müssen heute für Ernährung ausgegeben werden. Die Kehrseite dieses Fortschrittes sind Übernutzung von Natur und Umwelt, von Tieren und biologischen Kreisläufen bis hin zu einer gefährlichen Beeinträchtigung des Klimas.

Die Landwirtschaft steckt aber nicht nur ökologisch in einer tiefen Krise, sondern auch
ökonomisch. Die vorherrschenden Wirtschaftsweisen sind in keiner Weise zukunftsfähig. Ausdruck davon ist die rasante Beschleunigung des Strukturwandels in der Landwirtschaft, befeuert durch den allgemeinen Fortschritt und die Erweiterung der technischen Möglichkeiten. Mit Blick auf Klima und Ernährung der Weltbevölkerung ist eine Agrarwende zudem alternativlos, nicht nur in Deutschland.

Ein wichtiger Treiber der Agrarwende könnte eine signifikante Veränderung der Verzehrgewohnheiten sein. Insbesondere die deutliche Reduzierung des Fleischkonsums, ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass die Ernährungswende gelingt.

Entscheidend ist, dass in den nächsten Jahren die von der Landwirtschaft verursachten Probleme Schritt für Schritt entschlossener angegangen werden. Der wichtigste Ansatzpunkt sind die Tierbestände. Für Fleisch, Milchprodukte und Eier werden zu viele Tiere unter schlechten Bedingungen gehalten. Neben der Fütterung von Millionen Schweinen, Kühen und anderen Nutztieren bereiten auch deren Exkremente Probleme. Enorme Mengen an nitrat- und keimbelasteter Gülle aus der Massentierhaltung landen auf den Feldern und verschmutzen Gewässer sowie Grundwasser.

The Mission Food

Autoren:
Thomas Schmitt,
Dr. Jörg Lichter

Copyright:
©2023 Handelsblatt Research Institute

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