Dr. Olaf Tidelski
Mitglied der Geschäftsleitung, Chief Customer Officer, Allianz Kunde und Markt GmbH
Wie sieht Co-Creation bei der Allianz aus?
Bei uns kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, auf deren Basis wir Co-Creation-Projekte mit den wichtigsten Stakeholdern des Unternehmens machen. Dazu zählen unsere Kundinnen und Kunden, unsere wichtigsten Vertriebspartner – die Allianz Agenturen – und unsere Beschäftigten. Gerade diese dritte Gruppe wird oft unterschätzt. Grundlage für die Co-Creation mit allen Gruppen ist eine digitale Plattform mit über 200 Studien und vielen Tausenden Feedbacks pro Jahr.
Was sind dabei erfolgsentscheidende Punkte?
Erfolgreiche Co-Creation ist datenbasiert und integriert qualitative sowie quantitative Methoden. So objektivieren wir Einzelmeinungen und erlangen ein reichhaltiges Bild unserer Zielgruppen. Denn inwiefern eine Idee echtes Marktpotenzial hat, zeigen nur repräsentative Daten. Von nicht Erfolg versprechenden Ideen sollte man sich frühzeitig wieder trennen. Wir setzen in der Entwicklung nur auf die Ideen mit den besten Feedbacks, drei Viertel der Konzepte stoppen wir bereits in einer sehr frühen Entwicklungsphase.
Darüber hinaus sollten die Projekte mit externen Partnern nicht zu komplex sein.
Was treibt denn die Komplexität?
Dies ist insbesondere die Anzahl der Partner. Mit steigender Anzahl erhöhen sich die Transaktionskosten und der Aufwand von Abstimmung sowie Zusammenarbeit. Damit sollte man immer überlegen, ob ein zusätzlicher Partner so viel Nutzen stiftet, dass diese zusätzlichen Kosten aufgewogen werden.
Gemeinsame Standards wie eine Plattform für die Zusammenarbeit reduzieren hingegen wieder Transaktionskosten und Komplexität.
