Dirk Ramhorst
CIO, Evonik Industries AG
Die DSGVO wird als ein Best-Practice-Beispiel für Regulierung genannt. Wie ist Ihre Einschätzung hierbei?
Für mich ist dies definitiv der Fall. Man kann nicht genug betonen, welch große Bedeutung Daten für Unternehmen haben. Deshalb auch der Vergleich mit Wasser. Aber wie beim Wasser benötigen wir auch bei Daten Regeln, damit die Qualität stimmt und die Reinheit gewährleistet wird. Dies erfüllt die DSGVO und stärkt damit das Potenzial der Daten für Unternehmen.
Damit Unternehmen das Potenzial der Daten voll ausschöpfen können, benötigen sie auch Smart Analytics oder andere KI-Tools. Wie sind diesbezüglich die Unternehmen aufgestellt?
Hier sind viele Unternehmen noch ganz am Anfang. Die bestehenden Beispiele sind vielfach MVPs oder Leuchtturmprojekte. Aber von der Einbindung von KI im Zusammenspiel mit den Daten beispielsweise im stetigen Produktionsprozess – nicht nur mit Testdaten im Labor – sind viele Unternehmen, abgesehen von einigen Ausnahmen, noch ganz weit entfernt.
Welchen Effekt haben die jüngsten Fortschritte bei ChatGPT & Co. auf diese Entwicklung?
Die Entwicklung hat dadurch sicherlich einen Schub erfahren. Bei einem Gespräch zu diesem Thema vor einem Jahr, wären es nur Denkmodelle gewesen. Aber nun mit diesem Entwicklungssprung ist die Relevanz für Disruption in diesem Bereich sehr klar.
