Interview: Christian Wrage, Vorstandssprecher, Sopra Steria SE

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Christian Wrage

Vorstandssprecher, Sopra Steria SE

 

Herr Wrage, wird der Ideenreichtum junger Firmen für den Standort Deutschland ausgeschöpft?

In Deutschland existieren rund 61.000 Start-ups. Allein 2022 haben rund 2.600 Existenzgründungen stattgefunden. Das geballte Innovationspotenzial wird von Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung bislang nicht ausgeschöpft. Gleichzeitig profitieren junge Unternehmen noch zu selten von Partnerschaften und Innovationsprojekten mit großen Unternehmen.

Wie lässt sich das besser machen?

Wir unterstützen ganz gezielt strategische Kooperationen und Beteiligungen an jungen Firmen, die sich in der Früh- und Wachstumsphase befinden. Dafür haben wir eine neue Geschäftseinheit geschaffen: Sopra Steria Ventures Deutschland agiert dabei als Inkubator und strategischer „Matchmaker“ zwischen Start-ups und den eigenen Bestands- und Neukunden.

Welche Innovationen sollen mit diesem Engagement gefördert werden?

Der Fokus liegt auf den Zukunftsthemen der europäischen IT- und Softwareberatung. Dazu zählen in erster Linie generative KI, Cybersecurity, Nachhaltigkeit und Blockchain.

Was zeichnet Start-ups als Teil einer Wertschöpfungskette besonders aus?

Start-ups sind mit ihrem Wissen sowie ihren Methoden und Lösungen eine strategische Ressource für uns und unsere Kunden. Diese Kooperationen helfen den beteiligten Teams, verschiedene Produkte, Märkte, Geschäftsmodelle und Erfolgsfaktoren sehr frühzeitig noch besser zu verstehen.

Gibt es bereits praktische Beispiele?

Zum bestehenden Venture-Partner-Netzwerk von Sopra Steria zählen Spitzentechnologie-Pioniere wie die cloudbasierte Datenplattform Polyteia, der Cloud-Security-Anbieter Mitigant, das deutsche Start-up für Machine-Learning-Software und Prozessautomatisierung dida, die KI-Plattform Langdock sowie GovMind, Anbieter einer GovTech-Rechercheplattform.

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