HRI-Konjunkturprognose: Wachstum auf Pump

Düsseldorf, 27. März 2026 – Das Handelsblatt Research Institute (HRI) hat seine Konjunkturerwartung für Deutschland abermals leicht zurückgenommen. Für das laufende Jahr erwartet das HRI nunmehr ein reales Wirtschaftswachstum von 0,7 und für das kommende Jahr von 0,8 Prozent – vor drei Monaten lag die Prognose noch bei 0,7 und 0,9 Prozent.
Der Angriff der USA und Israels auf Iran am 28. Februar hat alle Hoffnungen auf ein kleines Wirtschaftswunder mit Wachstumsraten oberhalb von einem Prozent zunichtegemacht. Die Preise für fossile Energien schnellten in die Höhe – und ließen Erinnerungen an den Beginn des Ukrainekriegs vier Jahre zuvor wachwerden. Damals drohte Deutschland das Gas auszugehen; infolge der Preisschocks auf den Energiemärkten kletterte die Inflation auf über zehn Prozent.
Angeschoben wird die Konjunktur in Deutschland von der expansiven Fiskalpolitik, allen voran die massiven Staatsausgaben für Infrastruktur, Rüstung und Staatskonsum. Die hohen schuldenfinanzierten Staatsausgaben können die persistente Wachstumsschwäche zwar überdecken, doch aus der Welt schaffen können sie diese nicht.
Die vollständige Analyse finden Sie hier.
Die älteren Konjunkturprognosen aus unserem Archiv finden Sie hier.
