HRI-Konjunkturprognose: Aufschwung auf Krücken

Düsseldorf, 2. Januar 2026 – Das Handelsblatt Research Institute (HRI) hat seine Konjunkturerwartungen für Deutschland für das neue Jahr erneut gesenkt. Für 2026 erwarten unsere Ökonomen nunmehr nur noch 0,7 Prozent reales Wirtschaftswachstum. Im Jahr 2027 soll die Wirtschaft dann um 0,9 Prozent zulegen.
Die Wirtschaftsdaten der kommenden Jahre würden bestimmt durch die kräftige Ausweitung der Staatstätigkeit, schreiben unsere Experten. Wie schon in den vergangenen Jahren dürften Staatskonsum und Investitionen weiter zulegen. Das Hauptproblem der deutschen Volkswirtschaft ist laut HRI, dass ihr Herzstück, die Industrie, in den vergangenen Jahren dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit verloren hat.
„Anders als die beiden vorherigen Regierungen hat die amtierende Große Koalition den Ernst der Lage offenbar erkannt“, sagte Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup. Allerdings fehlt ihr Mut und Kraft, die notwendigen Reformen anzugehen. Der Herbst der Reformen, den Kanzler Friedrich Merz ausgerufen hatte, weise in die falsche Richtung. „Die Wirtschaft wächst in nächster Zeit zwar moderat, doch der Wohlstand der Bevölkerung wird weiter sinken. Die gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten schrumpfen“, prognostiziert Rürup.
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