Studien & Reports
Wissenschaftlich fundierte Ausarbeitung eines Themas.
In Kontakt tretenEine umfassende Analyse als Informationsbasis für fundierte Entscheidungen
Geschäftsführer, Vorstände und Aufsichtsräte müssen bei ihrer Arbeit die Sorgfalt eines ordnungsgemäß handelnden Geschäftsleiters erfüllen. Dafür ist eine angemessene Informationsgrundlage heranzuziehen.
Die Entwicklungen der letzten Jahre (Krieg, Pandemie, Lieferkettenprobleme, Währungsschwankungen, Sanktionen etc.) haben sehr deutlich gezeigt, dass Geopolitik als Einflussfaktor nicht vernachlässigt werden darf. Noch wird diese Analyse häufig unterlassen, nicht zuletzt, weil eine angemessene Informationsgrundlage fehlt.
Diese Lücke schließen wir mit dem Risikomonitor.
Auf Basis einer ausführlichen juristischen, ökonomischen und geopolitischen Analyse erhält die Geschäftsleitung eine präzise Informationsgrundlage – passgenau zur anstehenden unternehmerischen Entscheidung.
In einer vernetzten Welt, in der geopolitische Ereignisse immer schneller und unvorhersehbarer eintreten, wird Geopolitical Risk Management zum Schlüssel für den langfristigen Erfolg. Durch das rechtzeitige Erkennen, Analysieren und die Minimierung geopolitischer Risiken können Unternehmen nicht nur Planungssicherheit gewinnen, ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und resilienter werden, sondern auch Chancen nutzen, die sich aus diesen Entwicklungen ergeben. Denn wer die globalen Risiken versteht und flexibel auf sie reagiert, bleibt auch in unruhigen Zeiten auf Wachstumskurs.
Im Zeitverlauf betrachtet gab es schon immer Krisen, die durch unternehmensinterne oder unternehmensexterne Ursachen ausgelöst wurden. Doch in den letzten vier Jahren hat sich das Makro- und Mikroumfeld, in dem sich die Unternehmen bewegen, besonders stark verändert. Denn seit der Corona-Pandemie und den zunehmenden politischen (Ukraine, Taiwan, China etc.), naturbedingten (Dürre, Starkregen, Überschwemmungen), regulatorischen (Nachhaltigkeit, Handelsbeschränkungen) technologischen (KI) und industriellen (z. B. Standortkosten) Veränderungen entstand eine Polykrise, die insbesondere europäische Unternehmen mit gestörten Lieferketten, hohen Energiepreisen, gestiegenen Finanzierungskosten, Preisdruck, stärkeren Innovationsanforderungen und regulatorischen Herausforderungen sowie einer Zunahme der Cyberkriminalität konfrontiert. Dynamik und Diskontinuität zeichnen diese neue Welt bestehend aus Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (“VUCA”) aus, die die Unternehmen vor enorme Risiken stellen.
Geopolitical Risk Management bezeichnet die systematische Analyse und letztlich Reduzierung von Risiken für Unternehmen, die aus geopolitischen Entwicklungen resultieren. Die fortlaufende Überwachung und Bewertung politischer, sozialer und wirtschaftlicher Veränderungen sind zentral, um mögliche Bedrohungen für die eigene Geschäftskontinuität und -erfolg frühzeitig zu erkennen und effektiv darauf zu reagieren.
In diesem Schritt werden mögliche Risiken erkannt und beschrieben, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten. Ein wesentliches Werkzeug hierzu sind Expertenanalysen und Berichte: Unternehmen verlassen sich oft auf Berichte von Forschungsinstituten, Risikomanagementunternehmen und Think-Tanks, die detaillierte Analysen über spezifische Länder, politische Systeme, wirtschaftliche Entwicklungen etc. liefern.
Die identifizierten Risiken werden hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen bewertet. Von einer Grobeinteilung (hoch, mittel, gering) muss man dann auf Basis konkreter Daten und Wahrscheinlichkeiten genaue Aussagen über potenzielle Risiken treffen. Dabei spielt auch die Wechselwirkung der Risiken eine Rolle: verstärken sie sich gegenseitig, oder schwächen sie sich ab, bilden Sie Klumpenrisiken?
In diesem Schritt werden Strategien entwickelt, um die Risiken zu vermeiden, zu mindern, zu übertragen oder zu akzeptieren:
Risikovermeidung: Aktivitäten, die das Risiko komplett ausschließen.
Risikominderung: Maßnahmen, um die Eintrittswahrscheinlichkeit oder die Auswirkungen des Risikos zu reduzieren.
Risikotransfer: Übertragung des Risikos auf Dritte, z.B. durch Versicherungen.
Risikotragung: Akzeptanz des Risikos, falls die anderen Maßnahmen nicht sinnvoll oder wirtschaftlich sind.
Risiken und deren Maßnahmen müssen laufend überwacht werden. Dabei wird überprüft, ob sich die Risikosituation verändert hat, ob die getroffenen Maßnahmen wirksam sind und ob neue Risiken aufgetreten sind. Dies erfolgt regelmäßig und dokumentiert alle Änderungen und Fortschritte.
Die Bedeutung eines proaktiven Risikomanagements zeigt sich besonders deutlich in Krisenzeiten: Während der COVID-19-Pandemie waren Unternehmen, die bereits Krisenpläne für den Fall eines plötzlichen Stillstands der globalen Lieferketten entwickelt hatten, weitaus widerstandsfähiger und schneller in der Lage, Alternativen zu finden.
Neben dem Schutz von Lieferketten und Ressourcen trägt das Management geopolitischer Risiken aber auch zur langfristigen Stabilität bei und stärkt das Vertrauen der Stakeholder. Investoren und Geschäftspartner sehen zunehmend das Risiko einer globalen Krise und bevorzugen Unternehmen, die gut auf solche Eventualitäten vorbereitet sind. In einer Welt, die von plötzlichen geopolitischen Veränderungen geprägt ist, gehört das Geopolitical Risk Management für viele Unternehmen heute zur strategischen Notwendigkeit – nicht nur zum Schutz, sondern als aktiver Bestandteil des Wachstums und der Wettbewerbsfähigkeit.
Handelsstreitigkeiten zwischen Ländern (z. B. USA/China) führen häufig zu Zollerhöhungen oder Importbeschränkungen, auch auf Länder/Unternehmen, die damit direkt nichts zu tun haben, weil große Handelspartner kleinere Länder und ihre Unternehmen mit in den Konflikt ziehen. Dies kann die Kosten von Waren erhöhen und den Zugang zu bestimmten Märkten erschweren. Noch drastischer sind Embargos (Russland, Nordkorea, Iran), die den Handel mit den betroffenen Ländern de facto zum Erliegen bringen und diese Märkte abkoppeln vom weltweiten Handel.
Politische Unruhen, Proteste oder Regierungswechsel – etwa in Ländern wie Venezuela, Georgien oder Ungarn – können zu Instabilität führen und das Geschäftsumfeld für Unternehmen unsicher machen. Dies betrifft oft auch ausländische Investitionen und Produktion vor Ort.
Neue Gesetze oder regulatorische Anpassungen, wie Umweltvorschriften oder Arbeitsgesetze, beeinflussen oft Produktions- und Lieferkosten in den betroffenen Ländern. Beispielsweise führten Brexit-Regulierungen zu neuen Handelsbarrieren und Anforderungen für Unternehmen, die im Vereinigten Königreich tätig sind oder das Thema Nachhaltigkeit (Green Deal) die gesamte EU Wirtschaft (CARD; CSDDD, LKSG etc.).
Größere Migrationsbewegungen, etwa durch Konflikte oder wirtschaftliche Krisen, können die Stabilität in den betroffenen Ländern belasten und zu sozialen Spannungen führen. Dies hat oft auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Verfügbarkeit von Fachkräften.
Politische Instabilität oder schwache Regierungen führen häufig zu Schwankungen der Landeswährung und Kapitalflucht. Unternehmen, die in Ländern mit instabilen Währungen tätig sind, tragen ein erhöhtes finanzielles Risiko, da Währungsabwertungen Gewinne erheblich mindern können.
In manchen Ländern besteht das Risiko, dass Vermögenswerte ausländischer Unternehmen verstaatlicht oder enteignet werden. Besonders in Staaten mit einer stark kontrollierten Wirtschaftspolitik, wie Venezuela oder China, sind internationale Investitionen hiervon betroffen.
Epidemien/Pandemien wie COVID-19 wirken sich stark auf globale Lieferketten, Konsumverhalten und Reisebeschränkungen aus. Solche Gesundheitskrisen bringen enorme wirtschaftliche und logistische Herausforderungen für Unternehmen, die international tätig sind.
Der Zugang zu Ressourcen wie Öl, Wasser oder seltenen Erden wird in einigen Regionen zunehmend umkämpft. Ressourcenkonflikte oder Exportbeschränkungen können dazu führen, dass Unternehmen ihre Rohstoffversorgung umstrukturieren müssen oder Kostensteigerungen in Kauf nehmen.
Kriegerische Auseinandersetzungen, wie die Konflikte in der Ukraine oder im Nahen Osten, stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Militärische Instabilität bringt nicht nur Produktions- und Lieferkettenrisiken, sondern auch Sicherheitsbedenken für Mitarbeiter und Vermögenswerte vor Ort.
Regierungen streben zunehmend nach digitaler Souveränität und technologischem Vorsprung. Entscheidungen über Technologiestandards, wie etwa das Verbot bestimmter Technologieanbieter (z. B. Huawei), können die Geschäftstätigkeit von Unternehmen massiv beeinflussen und zu Marktbeschränkungen führen.
Wahlzyklen und politische Richtungswechsel bringen Unsicherheiten über zukünftige Richtlinien und Steuern mit sich, vor allem in Ländern mit starken politischen Gegensätzen. Ein Regierungswechsel kann beispielsweise zu höheren Steuern oder strikteren Umweltauflagen führen, was Unternehmensstrategien beeinflusst.
Soziale Spannungen, etwa zwischen verschiedenen ethnischen oder religiösen Gruppen, können die Stabilität in einem Land bedrohen. Solche Spannungen führen oft zu Unruhen und beeinflussen das Geschäftsklima, insbesondere in Regionen mit einer gemischten Bevölkerung und langanhaltenden Konflikten.
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