Innenstädte im Umbruch

Die klassische Einkaufsstraße verliert zunehmend ihre Rolle als zentraler Anziehungspunkt. Sinkende Unternehmenszahlen und steigende Insolvenzen zeigen, dass der stationäre Einzelhandel unter erheblichem Druck steht. Zwischen 2010 und 2025 ging die Zahl der Einzelhandelsbetriebe in Deutschland um rund 16 Prozent auf 316.310 zurück. Gleichzeitig nahm die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Einzelhandel zuletzt um fast 20 Prozent zu.
Damit Innenstädte langfristig attraktiv bleiben, braucht es neue Nutzungskonzepte. Gefragt sind lebendige Quartiere, in denen Einkaufen mit Gastronomie, Kultur, Freizeit und Aufenthaltsqualität kombiniert wird. Gleichzeitig gewinnt der Umgang mit Leerständen an Bedeutung. Pop-up-Stores, Zwischennutzungen, temporäre Ausstellungen oder kulturelle Projekte die Attraktivität von Innenstadtlagen erhöhen und den Zugang für Gründerinnen und Gründer erleichtern. Damit dieser Wandel gelingt, sind auch die Kommunen gefordert.
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