Inklusionsbarometer Arbeit 2024 zeigt Herausforderungen und Potenziale von Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt

Düsseldorf, 29. November 2024 – Das aktuelle Inklusionsbarometer Arbeit 2024 des Handelsblatt Research Institute und der Aktion Mensch macht deutlich: Menschen mit Behinderung stehen vor erheblichen Hürden auf dem Arbeitsmarkt. Mit einer Arbeitslosenquote von 11 Prozent – rund doppelt so hoch wie die von Menschen ohne Behinderung – sind sie deutlich benachteiligt. Zudem erfüllen viele Unternehmen weiterhin nicht die gesetzlich vorgeschriebene Beschäftigungsquote. Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitenden sind verpflichtet, mindestens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung zu besetzen. Dennoch liegt die Quote in der Privatwirtschaft lediglich bei vier Prozent.
Vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels wird deutlich, wie wichtig es ist, das Potenzial von Menschen mit Behinderung besser zu nutzen – insbesondere bei Jugendlichen. Dabei bleibt der Übergang von der Schule in den Beruf für viele Jugendliche mit Behinderung eine herausfordernde Phase. Nach wie vor beginnt noch immer eine zu geringe Zahl von ihnen eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Stattdessen landen viele in sogenannten „geschützten Beschäftigungsmodellen“, wie beispielsweise in Werkstätten für behinderte Menschen.
Auch Förderprogramme wie das „Budget für Ausbildung“, das jungen Menschen mit Behinderung den Einstieg in eine reguläre Ausbildung erleichtern soll, werden bislang kaum in Anspruch genommen. Ursachen sind mangelnde Bekanntheit und hohe bürokratische Hürden. Um den Fachkräftemangel langfristig zu entschärfen, braucht es stärkere Vernetzung und gezielte Förderung.
Die vollständige Studie finden Sie hier.
