28.06.2019

Veröffentlichung der HRI-Sommer-Konjunkturprognose: Das verlorene Jahr

Der deutschen Wirtschaft steht ein schwieriges zweites Halbjahr bevor. Die Industrie steckt in der Rezession fest.

Was im vergangenen Sommer zunächst wie eine Delle in der Konjunktur einzelner Branchen aussah, hat sich mittlerweile als Beginn einer hartnäckigen Schwächephase weiter Teile der deutschen Industrie entpuppt – und eine baldige Besserung ist nicht in Sicht. Das Konjunkturteam des Handelsblatt Research Institute (HRI) geht davon aus, dass diese Schwächephase noch mindestens bis Ende dieses Jahres anhält und die deutsche Wirtschaft im zweiten Halbjahr faktisch stagnieren wird, nicht zuletzt auch weil das jüngste Ifo-Geschäftsklima keinerlei Wachstumssignale sendete. Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte im Schlussquartal 2019 damit allenfalls unwesentlich höher als im Sommer 2018 sein.

Für das Gesamtjahr 2019 ergibt sich daraus ein Wirtschaftswachstum von lediglich 0,3 Prozent. Erst im Jahr 2020 dürfte nach unserer Ansicht die gesamtwirtschaftliche Dynamik allmählich zurückkehren und im zweiten Halbjahr wieder das Trendwachstum von 1,3 Prozent erreichen. Daraus resultiert in 2020 ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von einem Prozent. „Der ein Jahrzehnt andauernde Aufschwung ist ausgelaufen“, sagte HRI-Präsident Bert Rürup. Wesentlicher Grund seien die schweren Störungen im Welthandel, von denen die exportorientierten deutschen Industrieunternehmen besonders betroffen seien. „Hinzu kommen hausgemachte Probleme der einstigen Vorzeigebranche, der deutschen Autoindustrie.“

Die komplette Sommer-Konjunkturprognose können Sie hier lesen.

Die vorherigen Konjunkturprognosen finden Sie in unserem Archiv

Weitere Meldungen

04.01.2021


04.01.2021

HDE-Konsumbarometer im Januar: Anhaltender Lockdown drückt Verbraucherstimmung

Zu Beginn des neuen Jahres trübt sich die Verbraucherstimmung in Deutschland weiter ein. Das HDE-Konsumbarometer sinkt den dritten Monat in Folge. Angesichts des weiterhin hohen Infektionsgeschehens sowie des nicht absehbaren Endes der Beschränkungen, ist eine baldige Trendumkehr trotz des Impfbeginns nicht zu erwarten. Die Verbraucher planen aktuell erst einmal zurückhaltender bei den Anschaffungen zu sein und vermehrt zu sparen. Große Impulse wird es insofern beim privaten Konsum in den ersten Monaten des Jahres 2020 nicht geben.

mehr

04.01.2021


04.01.2021

Veröffentlichung der HRI-Winter-Konjunkturprognose: Handelsblatt Research Institute rechnet mit zäher Erholung der Konjunktur

Das Handelsblatt Research Institute (HRI) rechnet für das Jahr 2021 mit 3,3 Prozent Wirtschaftswachstum in Deutschland. Im Jahr 2022 dürfte die Wirtschaftsleistung dann um zwei Prozent wachsen. Das HRI ist damit deutlich vorsichtiger als die meisten anderen Konjunkturauguren. So rechnet etwa die Bundesregierung immerhin mit 4,4 Prozent Wachstum im Jahr 2021.

mehr

21.12.2020


21.12.2020

Die Rolle der internen Kommunikation bei der Transformation

Nach wie vor stellt die digitale Transformation Unternehmen vor spannende Herausforderungen. Denn es geht dabei nicht nur um neue Technologien, sondern auch um neue Kollaborationsformen, eine neue Haltung und veränderte Anforderungen an Führung und Organisation. Genau dafür sind Kommunikation und Aktivierung nötig. Dass der Organisation und der Ausrichtung des Bereichs „interne Kommunikation“ in diesem Zusammenhang eine immer wichtigere Bedeutung zukommt, scheint daher nur konsequent.

mehr