22.03.2019

Veröffentlichung der HRI-Frühjahrs-Konjunkturprognose: Eine holprige Landung

Die Hochkonjunktur in Deutschland ist vorbei. Der weitere Weg hat zahlreiche Schlaglöcher. Dies zeigt die neue Konjunkturprognose des Handelsblatt Research Institutes.

Was im Sommer zunächst noch wie eine temporäre Delle wirkte, entwickelte sich zu einer veritablen Schwäche der deutschen Industrie, dem Herzstück der deutschen Volkswirtschaft. Zusätzlich kommt eine ganze Reihe von belastenden Faktoren für die deutsche Volkswirtschaft zusammen. Die allgemeinen Sorgen über die Zukunft des freien Waren- und Dienstleistungsverkehrs trüben den Welthandel. In den USA hat sich das Wachstum ebenfalls spürbar verlangsamt. Immer größere Teile der Wirtschaft leiden unter dem von Donald Trump angezettelten Zollstreit. China stemmt sich zwar mit einem massiven Konjunkturprogramm gegen das absinkende Trendwachstum, von der Stimulierung des Konsums der chinesischen Haushalte profitiert die deutsche Wirtschaft allerdings kaum, da vor allem Investitionsgüter in das Land geliefert werden. Und auch in Europa haben sich die Konjunkturaussichten weiter verschlechtert. Deutschland bremst, Italien steckt in der Rezession, und die gesamtwirtschaftlichen Folgen des Brexits sind immer noch nicht abschätzbar.

„Angesichts der diffusen Lage kann es sicher nicht schaden, wenn Regierung und Wirtschaft über Notfallpläne für eine Rezession nachdenken“, sagt Bert Rürup, der Präsident des Handelsblatt Research Institutes (HRI).

Vor diesem Hintergrund rechnen wir in 2019 und 2020 nur noch mit jeweils 1,0 Prozent Wirtschaftswachstum. Der Außenhandel wird dabei weiterhin eine Wachstumsbremse bleiben, weil die Importe deutlich stärker als die Exporte wachsen werden. Positiver Nebeneffekt: Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss wird weiter abnehmen.

Die komplette Frühjahrs-Konjunkturprognose können Sie hier lesen.

Die vorherigen Konjunkturprognosen finden Sie in unserem Archiv

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