16.11.2016

Konsummonitor belegt wachsende Bedeutung des privaten Verbrauchs

Der private Konsum ist zum wichtigsten Wachstumstreiber für die deutsche Wirtschaft geworden, und er wird es auch in den nächsten Jahren bleiben. Das zeigt der Konsummonitor, den das Handelsblatt Research Institute für den Handelsverband Deutschland (HDE) erarbeitet hat. Die Studie, die in Zukunft jedes Jahr zum Handelskongress im November erscheinen soll, analysiert die volkswirtschaftliche Bedeutung des Konsums und wichtige Trends im Konsumentenverhalten. Sie basiert unter anderem auf einer Befragung von 5000 deutschen Konsumenten, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov für das HRI durchführt.

Die Alterung der deutschen Bevölkerung ist kein Problem für den Handel, wie Professor Bert Rürup, der Präsident des HRI, bei der Präsentation des ersten Konsumsmonitors auf dem Handelskongress in Berlin am Freitag darstellte. Rentner geben im Durchschnitt einen wesentlich höheren Anteil ihrer Einkommen für den Konsum aus. Daher ist der zunehmende Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung in Deutschland ein positiver Faktor für den Konsum und für den deutschen Einzelhandel.

Im Konsumverhalten unterscheiden sich die Generationen deutscher Verbraucher gegenwärtig noch sehr deutlich. Schon ab einem Alter von 45 Jahren nimmt das Interesse am Online-Einkauf deutlich ab. Doch Rürup wies darauf hin, dass die deutlich online-affineren Konsumenten, die heute unter 45 Jahre alt sind, die Stützen des privaten Konsums von morgen seien. Beruhigend für den Handel ist, dass quer durch alle Altersgruppen ein Miteinander des Internet-Einkaufs und des stationären Handels gewünscht wird.

Der HDE und das Handelsblatt Research Institute (HRI) veröffentlichten erstmals am 17. November 2016 gemeinsam den "Konsummonitor" als jährlichen Bericht zu Trends und zukünftigen Entwicklungen des Konsums in Deutschland. Das HRI wird den HDE in Zukunft regelmäßig bei der Analyse der Konsumentwicklung unterstützen.

Die gesamte Studie können Sie hier lesen.

Den Artikel von Prof. Bert Rürup aus dem Handelsjournal vom 16.11.2016 finden Sie hier zum downloaden. 

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