04.05.2020

HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung zu Jahresbeginn auf neuem Tiefststand

Die Coronakrise sorgt auch im Mai für schlechte Stimmung bei den Verbrauchern. Das HDE-Konsumbarometer stürzt nach der historischen Verschlechterung im April weiter ab und erreicht einen neuen Tiefpunkt.

Von Woche zu Woche zeigen sich die negativen Folgen der Coronakrise auch in der Wirtschaft deutlicher. Eine schwere Rezession ist in der Folge unvermeidlich. Gleichzeitig beschleunigt sich die Eintrübung der Verbraucherstimmung. Das HDE-Konsumbarometer fällt im Mai den zweiten Monat in Folge auf einen bisherigen Tiefstwert. Noch nie musste binnen eines Monats ein so großer Rückgang wie jetzt von April bis Mai konstatiert werden.

Der Krisenmodus zeigt sich in der Verbraucherstimmung immer deutlicher. Auch wenn es bereits erste zaghafte Lockerungen bei den Einschränkungen des öffentlichen Lebens gab, nimmt der Pessimismus der Verbraucher weiter zu. Alle Teilindikatoren des HDE-Konsumbarometers wie etwa die Anschaffungsneigung oder die Einkommenserwartungen gehen deutlich zurück. Die deutliche Kaufzurückhaltung der Verbraucher lässt sich dabei vor allem auf zunehmende Unsicherheiten bei der weiteren Entwicklung des Arbeitsmarktes zurückführen. Da die meisten Konsumenten offensichtlich davon ausgehen, künftig weniger Einkommen zur Verfügung zu haben, sind sie bei Anschaffungen entsprechend zurückhaltender.

Selbst wenn in einigen Wochen die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Virus, insbesondere im Hinblick auf die Konsummöglichkeiten, größtenteils aufgehoben sein sollten, wird der private Konsum noch eine sehr lange Zeit durch Zurückhaltung geprägt sein.

Den Kurzbericht mit den Ergebnissen für Mai finden Sie hier zum kostenlosen Download.

Weitere Meldungen

02.11.2020


02.11.2020

HDE-Konsumbarometer im November: Corona-Pandemie verdirbt Verbrauchern die Stimmung

Im Zuge des ansteigenden Infektionsgeschehens in Deutschland trübt sich zum ersten Mal nach sechs Monaten die Verbraucherstimmung wieder ein, das HDE-Konsumbarometer sinkt. Ein merkliches Anziehen des privaten Verbrauchs ist insofern unwahrscheinlich. Vielmehr können sich sowohl durch den erneuten Lockdown als auch durch das Auslaufen der temporären Mehrwertsteuersenkung, was einer Steuererhöhung entspricht, zusätzliche negative Effekte auf den privaten Konsum ergeben.

mehr

05.10.2020


05.10.2020

HDE-Konsumbarometer im Oktober: Verbraucherstimmung erholt sich weiter – Konsumenten bleiben aber abwartend

Die aktuell steigenden Infektionszahlen in Deutschland haben bislang keinen wesentlichen Einfluss auf die Erholung der Verbraucherstimmung. Auch im Oktober setzt sich der positive Trend beim HDE-Konsumbarometer fort. Maßgeblicher Treiber dafür sind optimistischere Konjunkturerwartungen der Konsumenten. Angesichts einer nur noch marginal zunehmenden Anschaffungsneigung sollte jedoch in den nächsten Wochen nicht mit einem merklichen Anziehen des privaten Verbrauchs gerechnet werden.

mehr

18.09.2020


18.09.2020

Veröffentlichung der HRI-Herbst-Konjunkturprognose: Das HRI rechnet nur mit zögerlicher Konjunkturerholung

Das Handelsblatt Research Institute (HRI) hat am heutigen Freitag seine neue Konjunkturprognose veröffentlicht. Die deutsche Wirtschaft dürfte demnach dieses Jahr lediglich um 6,6 Prozent schrumpfen; vor einem Vierteljahr war das HRI noch von minus neun Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr rechnet das HRI nun mit einem realen Plus von 4,8 Prozent. Das Vorkrisenniveau wird daher erst im Jahr 2022 wieder erreicht werden. Die Erholung dauert damit länger als nach dem Konjunktureinbruch von 2008/09.

mehr