27.09.2019

HRI-Herbst-Konjunkturprognose: Die Wirtschaft steckt in der Rezession fest

Seit dem vergangenen Sommer stagniert die Wirtschaft in Deutschland – und ein Ende der Schwächephase ist nicht in Sicht.

Zuerst glaubten die meisten Auguren nur an ein Sommerloch im Automobilbereich als Folge des neuen Abgastests WLTP, als im Dürre-Sommer 2018 der Absatz der deutschen Automobilwirtschaft deutlich zurückging. Heute wissen wir: Damals war der Abschwung der deutschen Industrie bereits im Gange, der im Frühsommer 2009 einsetzende gesamtwirtschaftliche Aufschwung endete mit dem Sylvester-Feuerwerk 2017. Im vergangenen Jahr 2018 war es lediglich den guten Vorgaben aus dem Vorjahr zu verdanken, dass die gesamtwirtschaftliche Leistung des Landes noch um passable 1,5 Prozent wuchs. Denn 1,1 Prozentpunkte waren dem statistischen Überhang geschuldet, also der Tatsache, dass die Wirtschaftsleistung Ende 2017 deutlich über der des Durchschnitts dieses Jahres lag. Tatsächlich stagnierte die deutsche Wirtschaft faktisch seit Anfang 2018.

Ende dieses Jahres wird das Bruttoinlandsprodukt kaum höher sein als Anfang 2018. Das erwartet das Handelsblatt Research Institute (HRI) in seiner neuen Konjunkturprognose. Denn die Wirtschaftsleistung dürfte im laufenden zweiten Halbjahr sinken. Die gesamtwirtschaftliche Schwächephase wird damit länger andauern als jene, die auf die Terroranschläge von 11. September 2001 folgte. „Ausgehend von der Autoindustrie hat sich die Schwäche ölfleckartig auf die anderen Industriebranchen ausgebreitet“, sagte HRI-Präsident Bert Rürup.

Die komplette Herbst-Konjunkturprognose können Sie hier lesen.

Die vorherigen Konjunkturprognosen finden Sie in unserem Archiv

Weitere Meldungen

22.06.2020


22.06.2020

HRI-Sommer-Konjunkturprognose: Handelsblatt Research Institute senkt Konjunkturprognose erneut

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Halbjahr 2020 in noch nie dagewesenem Maße geschrumpft. Die wirtschaftliche Gesamtleistung im zu Ende gehenden zweiten Quartal dürfte real um nahezu 14 Prozent geringer sein als im Schlussquartal 2019. Zwei Quartale haben gereicht, Deutschlands gesamtwirtschaftliche Leistung um ein ganzes Jahrzehnt zurückzuwerfen. Das zeigt die neue Konjunkturprognose des Handelsblatt Research Institute (HRI).

mehr

02.06.2020


02.06.2020

HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung weiterhin auf niedrigem Niveau

Das HDE-Konsumbarometer hat sich im Zuge zunehmender Lockerungsmaßnahmen leicht erholt, verbleibt aber auf einem äußerst niedrigen Niveau. Zurzeit sind die konkreten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der nächsten Wochen mit großer Unsicherheit behaftet. Negative Ausschläge können schnell zu einer wieder pessimistischeren Verbraucherstimmung führen. Aktuell führen die leichten Verbesserungen bei der Anschaffungsneigung sowie den Konjunktur- und Einkommenserwartung allerdings zu der Hoffnung, dass die aktuell beobachtbare Konsumzurückhaltung nicht noch größer wird.

mehr

04.05.2020


04.05.2020

HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung weiter auf Talfahrt

Von Woche zu Woche zeigen sich immer markantere negative Folgen der Corona-Seuche. Eine schwere Rezession ist unvermeidlich. So trübt sich auch die Verbraucherstimmung immer weiter ein. Das HDE-Konsumbarometer fällt den zweiten Monat in Folge auf seinen bisherigen Tiefstwert, gleiches gilt für die Einkommens- und Konjunkturerwartung. Der private Konsum wird noch eine sehr lange Zeit durch Zurückhaltung geprägt sein.

mehr