15.04.2016

Die Frühjahrsprognose des Handelsblatt Research Institutes

                                                     © Uta Wagner für Handelsblatt

Am Donnerstagabend stellte Prof. Dr. Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institutes, exklusiv im Rahmen eines Handelsblatt-Club-Gesprächs dessen Mitgliedern die neue Frühjahrs-Konjunkturprognose vor. Fazit: Nach einem eher moderaten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,3 Prozent im laufenden Jahr wird sich das Wachstum im kommenden Jahr auf gerade noch ein Prozent abschwächen. Ausgerechnet im Wahlkampfjahr 2017 droht die lange Zeit boomende deutsche Wirtschaft also auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen.

Motor des Wachstums bleibt weiterhin der Binnenkonsum. Im Jahr 2015 war der Binnenkonsum in Deutschland um knapp zwei Prozent gestiegen und damit mehr als doppelt so schnell wie in den Jahren davor. Auch für 2016 erwartet das HRI einen ähnlichen Zuwachs. Der Grund sind die im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent gestiegen Nominallöhne und die deutliche Rentenerhöhung zur Mitte dieses Jahres. Doch im Wahlkampfjahr 2017 dürfte sich das Wachstum des Binnenkonsums auf nur noch ein Prozent abschwächen. Der Hauptgrund dafür ist die absehbare Trendwende auf dem lange Zeit so dynamischen Arbeitsmarkt.

Zum einem weiteren Sorgenkind der Konjunktur haben sich ausgerechnet die Exporte entwickelt. Die Ausfuhr ist im Schlussquartal des vergangenen Jahres bereits um 0,6 Prozent zum Vorquartal geschrumpft. Die schwache Entwicklung des internationalen Geschäfts dürfte sich auch in den nächsten beiden Jahren fortsetzen.

„Deutschland jedenfalls fällt auf absehbare Zeit als Konjunkturmotor der Euro-Zone aus“, warnt Bert Rürup (Präsident des HRI).

Die Zusammenfassung der Prognose können Sie hier herunterladen.

Weitere Meldungen

01.03.2021


01.03.2021

HDE-Konsumbarometer im März: Verbraucherstimmung hellt sich erstmals seit Monaten wieder auf

Der deutliche Rückgang der Neuinfektionszahlen bis Mitte Februar sowie die Meldungen aus nahezu allen Bundesländern, dass es bereits in der näheren Zukunft sukzessive zu Lockerungen beim Lockdown kommen dürfte, brachte im März ein Auslaufen des negativen Trends bei der Verbraucherstimmung mit sich. Das HDE-Konsumbarometer erholt sich etwas. In der Erwartung einer gesamtwirtschaftlichen Belebung und damit der eigenen Einkommensentwicklung planen die Konsumenten ihre bisherige Zurückhaltung bei Anschaffungen ein Stück weit abzulegen.

mehr

24.02.2021


24.02.2021

Gründerinnen-Nation Deutschland? – Studie des HRI und Google for Startups veröffentlicht

Deutschland ist keine Gründerinnen-Nation. Nur ein Drittel der Gründerpersonen sind Frauen. Die Ursachen für den geringen Gründerinnen-Anteil sind so vielfältig und divers wie die unterschiedlichen Gründerinnen-Biografien. Das zeigt der Report „Gründerinnen-Nation Deutschland?“, den das Handelsblatt Research Institute (HRI) gemeinsam mit Google for Startups vorlegt.

mehr

04.02.2021


04.02.2021

HDE-Konsumbarometer im Februar: Verbraucherstimmung geht im zweiten Lockdown weiter zurück

Im Februar hält der negative Trend bei der Verbraucherstimmung in Deutschland an. Das HDE-Konsumbarometer sinkt den vierten Monat in Folge. Deutschland sich weiterhin im Lockdown, sodass der für die Bevölkerung belastende Zustand fürs erste bestehen bleibt. Die Planungen der Verbraucher zeugen von Skepsis, sodass sie in der nächsten Zeit zugunsten des Sparens bei Anschaffungen zurückhaltender sind. Insofern sind weiterhin, keine großen Impulse beim privaten Konsum in den ersten Monaten des Jahres 2021 zu erwarten.

mehr