14.11.2014

Die Folgen der Ukraine-Krise auf deutsche Unternehmen

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen sieht die Krise in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland gelassen. Nur acht Prozent der Führungskräfte erwarten große Auswirkungen auf die Umsätze ihrer Unternehmen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa und des Handelsblatt Research Institute für die Wirtschaftsberatungsgesellschaft KPMG.

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Während rund jede sechste Industriefirma große Auswirkungen erwartet, ist es bei Dienstleistern nur jede fünfzigste. Bedeutende Auswirkungen auf die eigenen Lieferketten sieht sogar nur ein Prozent der Manager. Höher werden die Prozentzahlen, wenn nach Auswirkungen auf die gesamte deutsche Wirtschaft gefragt wird. 36 Prozent der Unternehmen erwarten hier große Auswirkungen. Besonders gilt das mit 58 Prozent für die Branchengruppe Bergbau, Energie und Chemie.

40 Prozent der befragten Unternehmen exportieren selber nach Russland oder importieren Waren oder Dienstleistungen von dort. Bei Großunternehmen sind es sogar 60 Prozent. Von diesen Unternehmen fühlen sich 71 Prozent ausreichend und angemessen darüber informiert, wie aktuelle und mögliche künftige Sanktionen ihre Firma betreffen würden. Nur neun Prozent von ihnen – 13 Prozent bei Großunternehmen – erwarten eine Änderung der Wertschöpfungsketten durch die Sanktionen.

Was die Wirksamkeit der Sanktionen anbelangt, sind die Führungskräfte gespalten. 50 Prozent glaubt, dass Wirtschaftssanktionen dazu beitragen können, die politische Situation in der Ukraine zu verbessern – 48 Prozent glauben das nicht. Trotzdem sind 55 Prozent der Führungskräfte für Sanktionen gegen Russland und nur 43 Prozent dagegen. Besonders groß ist die Zustimmung mit 60 Prozent bei den Großunternehmen.
Die Umfrage unter knapp 700 Führungskräften von Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern wurde vom 22. September bis zum 10. Oktober durchgeführt.

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