03.04.2014

Die Energiewende im internationalen Vergleich: Deutschland fällt zurück

Die deutsche Energiewende ist im Vergleich zu den energiepolitischen Strategien anderer Länder nicht nur besonders teuer, auch die Fortschritte im Klimaschutz sind kleiner als anderswo. Das zeigt eine Studie des Handelsblatt Research Institute im Auftrag von GE, die Präsident Bert Rürup und Managing Director Dirk Heilmann am Donnerstag in Berlin vorstellten. Für die Studie hat das Institut anhand von 51 Indikatoren die Erfolge von 24 Ländern auf dem Weg zu umweltverträglichen, wirtschaftlichen und sicheren Energiesystemen gemessen. Unter den 24 Ländern sind OECD-Staaten und die führenden Schwellenländer der BRICS-Gruppe.

Im Niveau-Ranking, das den erreichten Stand bei der Energiewende misst, belegt Deutschland den achten Rang. Das ist ein vorzeigbares Ergebnis, denn die Spitzenplätze gingen an Staaten, die besonders günstige topografische und meteorologische Voraussetzungen für den Einsatz Erneuerbarer Energien haben: Dänemark, Norwegen und Schweden sowie die Schweiz und Österreich. Doch auch Frankreich und Spanien liegen im Niveau-Ranking vor Deutschland.

Alarmierend ist hingegen die Platzierung im Dynamik-Ranking, das die Fortschritte der Länder beim Umbau der Energiesysteme in den vergangenen fünf Jahren misst. Hier belegt Deutschland den letzten Platz. Eine wesentliche Ursache dafür sind die hohen Kosten für die Förderung Erneuerbarer Energien, die nicht zu einer entsprechend starken Reduzierung der CO2-Emissionen geführt haben. Allerdings ist auch die Energieeffizienz deutscher Haushalte und Dienstleistungsunternehmen deutlich schlechter als in vergleichbaren Ländern.

Das Institut plädiert daher für eine einheitliche europäische Strategie für die Energiewende und eine marktgerechte, technologieneutrale Förderung des Umbaus der Energiesysteme. „Die Debatte um die Energiewende ist viel zu sehr auf die nationale Ebene konzentriert, und hier wiederum auf die Stromerzeugung“, sagt Professor Bert Rürup. „Wir zeigen mit dieser Studie, in welchen Bereichen Deutschland von anderen Ländern lernen kann.“

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